Ab dem 8. Mai 1945 war ganz Österreich von der mehr als siebenjährigen Nazi-Herrschaft befreit und stand am Beginn eines mühsamen Weges zu einem demokratischen, vor allem selbsterhaltungsfähigen Rechtsstaat. Aber die Menschen fühlten sich nicht befreit, sie fühlten sich besetzt: von amerikanischen, britischen, französischen und russischen Soldaten. Daher bemühte sich das wiedererstandene Österreich praktisch ab seinen ersten Stunden darum, erneut Herr im eigenen Haus zu werden. Zehn Jahre dauerte das Ringen und Feilschen um den Staatsvertrag von Wien, bis es am 15. Mai 1955 endlich hieß: „Österreich ist frei!“
Die vielen, oft vergeblichen Schritte dorthin und wesentliche Inhalte des Vertragswerkes skizziert der Verwaltungsjurist und Hobbyhistoriker HR Dr. Helmut-Theobald Müller aus Anlass der 70. Wiederkehr dieses denkwürdigen Ereignisses.