Die Ausstellung der „Initiative Minderheiten“ erinnert an den Schrecken des rechtsextremen Terrors und die Angst, die Österreichs Minderheiten vier Jahre lang begleitete. Sie gedenkt der Opfer, lässt Betroffene zu Wort kommen und beleuchtet die Rolle des politisch-gesellschaftlichen Klimas der 1990er-Jahre für die Gewalttaten.
Videointerviews mit Zeitzeug*innen und Expert*innen kommentieren Facetten der Geschehnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Rechtsextremismus ist keine Randerscheinung mehr. Die menschenverachtende Propaganda findet bis in die sogenannte Mitte der Gesellschaft Anklang. Als harmloser Protest getarnt, greift sie in gesellschaftliche Debatten ein. Der Übergang von rechtsextremem Gedankengut zu rechtsextremistischem Terror, von verbalen Angriffen zu physischer Gewalt ist fließend. Davon zeugt nicht nur die Geschichte des Brief- und Rohrbombenterrors der 1990er-Jahre. Die Ausstellung dauert bis 26. Oktober 2025.
Anlässlich der Ausstellung findet am Donnerstag, den 23. Oktober 2025 um 18 Uhr im Volkskundemuseum eine Podiumsdiskussion statt. Es soll darüber diskutiert werden, warum sich die Geschichte der Steirischen Slowen:innen so sehr von jener der Slowen:innen in Kärnten unterscheidet, was ist – auch historisch – das Besondere an diesem Grenzraum, wie wurden die Menschen davon geprägt und wie stellt sich die aktuelle Situation des Zusammenlebens von Minderheit und Mehrheit sowie die nachbarschaftlichen Beziehungen zu Slowenien dar.
Es diskutieren mit: Susanne Weitlaner, Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark – Pavel Haus, Tobias Matej Mistelbauer, Klub Slowenischer Studentinnen und Studenten in Graz, Christian Promitzer, Universität Graz, Peter Merkscha, Honorarkonsul der Republik Slowenien. Moderation: Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten).
Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten in Kooperation mit dem Volkskundemuseum am Paulustor und Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark – Pavelhaus.